Interkommunales Ökoflächenmanagement

bietet sowohl für die Landwirtschaft, den Naturschutz, Eingriffsverursacher und Gemeinden Vorteile.

Landwirtschaft

Der Aufbau eines Ökokontos mit flächen- und maßnahmenbezogenen Ausgleichsmaßnahmen kann nur mit aktiver Beteiligung der lokalen Landwirtschaft erfolgen.

  • Erhalt landwirtschaftlicher Produktionsflächen
  • Kompensation von Grenzertragsflächen
  • Zusätzliche Einkommensquelle durch Übernahme von Herstellungs- und Pflegemaßnahmen

Naturschutz

Ökoflächenmanagement leicht gemacht

Ökokonten bieten dem Naturschutz die Möglichkeit, Ausgleichs-und Ersatzmaßnahmen in überörtliche bzw. regionale Programme und Pläne (Arten-und Biotopschutzprogramm, Landschaftsplan) zu integrieren und sie in Verbindung zu naturschutzfachlich wertvollen Gebieten zu setzen (Natura 2000- Gebiete, Naturschutzgebiete, Biotopverbundsysteme).

Der Naturschutz profitiert zudem von der vorgezogenen Umsetzung der Kompensationsmaßnahmen, da die Herstellung der Aufwertungsmaßnahmen bereits stattgefunden hat und somit ein „Time lag“ zwischen Funktionsverlust durch die Beeinträchtigungen des Eingriffs und der vollen Funktionserfüllung der Ausgleichsfläche gering gehalten wird oder gänzlich vermieden werden kann.

Ökokonten leisten darüber hinaus einen wichtigen Beitrag, Nutzungskonflikte durch eine vorsorgende, frühzeitige Planung zu entschärfen und die Erfolgskontrollen der Ausgleichsmaßnahmen für den behördlichen Naturschutz zu erleichtern.

  • Erleichterung der Pflege und Kontrolle bei räumlicher Konzentration der Ausgleichsflächen
  • Einbindung einzelner Ausgleichsmaßnahmen in abgestimmtes Gesamtkonzept
  • Beitrag zur Erweiterung eines Biotopverbundsystems
  • Vorsorgende Biotopneuschaffung

Eingriffsverursacher

Bei der Nutzung von Flächenpools kann der Eingriffsverursacher schnell und ohne großen Rechercheaufwand auf naturschutzfachlich geeignete Kompensationsflächen zugreifen.

Der Vorhabensträger leistet dabei nur eine einmalige Zahlung, Grunderwerbskosten, Notargebühren und Personalkosten für Planungsleistungen und Abstimmungstermine fallen weg. Das Ökoflächenmanagement leistet somit einen Beitrag zur Standortentwicklung und aktiven Wirtschaftsförderung.

  • Schnelle Bereitstellung von Ausgleichsflächen
  • Keine weiteren Verpflichtungen
  • Beratung und Vermittlung aus einer Hand

Gemeinden

Interkommunale Zusammenarbeit wie bei einem kooperativen Ökoflächenmanagement bedeutet, dass Ressourcen gemeinsam genutzt werden können.

Die Beauftragung eines Planungsbüros etwa, die Flächenpflege oder eine gemeinschaftliche Verwaltung sparen Geld und Zeit. Dies ist gerade für kleinere Gemeinden eine Unterstützung.

  • Frühzeitige Verfügbarkeit von Ausgleichsflächen
  • Verfahrensbeschleunigung
  • Standortvorteil
  • Kostenvorteil
  • Hoher Erholungswert für die Region